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Münzen des Söldners vom Theodulpass – Thema einer bedeutenden Schweizer Forschungsarbeit

Date : 19.06.2015
Bild : Kantonsmuseen, Sion; Bild : Kantonsmuseen, Sion;

Die in den 1980er-Jahren entdeckten Überreste einer Person, die Anfang des 17. Jahrhunderts auf dem Theodulpass verunglückt war, sind eine Sensation. Solche historischen Momentaufnahmen sind höchst selten und enthalten viel mehr Informationen als Ausgrabungen von Gräbern aus derselben Zeit. Deshalb ist der Söldner vom Theodulpass weiterhin unterwegs: Erst kürzlich ist er von einer Ausstellung im berühmten Ötzi-Museum aus dem Südtirol zurückgekehrt.

Für die Erforschung des Umlaufs von Münzen ist dieser Fund von grosser Bedeutung. Die 184 Münzen, die der Verunglückte bei sich trug, sind vom Inventar der Fundmünzen Schweiz in Zusammenarbeit mit einem Experten für Münzprägungen aus Norditalien erforscht worden. Der gesamte Fund wurde im historischen Zusammenhang vollständig dokumentiert und in einer rund 100-seitigen Monografie veröffentlicht: José Diaz Tabernero und Luca Gianazza, Die Geldbörse des «Söldners» vom Theodulpass (VS). Il ripostiglio del «mercenario» del Colle del Teodulo (VS), Bern 2014 (Inventar der Fundmünzen der Schweiz, 11).

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Die Geldbörse des «Söldners» zählt 184 Münzen. Im Bild die zeitgenössische Fälschung eines mailändischen Scudo d’argento. Als Vorbild diente ein Exemplar von Philipp II. (1554-1598) mit der Jahreszahl 1588. Unter einer Silberschicht verbirgt sich ein unedler Metallkern, der deutliche Korrosionsspuren zeigt.
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