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Geschichtsmuseum

Aus dem Eis: Spuren in Gefahr

Als Folge der Klimaerwärmung werden durch das Abschmelzen der Gletscher Überreste freigegeben, die seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, sogar Jahrtausenden eingeschlossen waren. Die Gletscherarchäologie – eine neue wissenschaftliche Disziplin – sammelt und untersucht diese besonderen Überreste, die oft aus vergänglichem Material bestehen, aber im Eis hervorragend konserviert wurden.


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Video Selection

Im Raum Au Quatrième sind regelmässig unabhängige Projekte zu sehen, die den thematischen Parcours des Kunstmuseums Wallis ergänzen. Diese drei aus den Werken der Sammlung ausgewählten Videoarbeiten befassen sich mit der Landschaft und der Beziehung zwischen Lebewesen und Umwelt. Von zeitgenössischen Künstler/innen wie Flurina Badel (*1983) und Jérémie Sarbach (*1991), Andrea Wolfensberger (*1961) sowie Sabine Zaalene (*1969) geschaffen, öffnen sie sich auf besondere Welten zwischen Himmel, Erde und Meer.

Andrea Wolfensberger

Im Jahr 1995 filmt die Zürcher Künstlerin Andrea Wolfensberger den Abendhimmel über Rom. Gedreht mit der berühmten Betacam SP von Sony – der revolutionären Kamera, die der Elektronik-Riese 1986 auf den Markt brachte – und ein paar Jahre später digitalisiert, zieht Stare den Betrachter unweigerlich in seinen Bann. Ohne Ton und um die Hälfte verlangsamt, hält das Video das Auge fest und stimuliert die Sinne während der etwas mehr als 12 Minuten, die den hypnotisch wirkenden Tanz eines Starenschwarms zeigen. Als ein Raubvogel im Blickfeld auftaucht, entwickelt sich eine wahre Choreografie zwischen dem Falken und der Masse der Sperlingsvögel.

 

Andrea Wolfensberger  
 

 

Sabine Zaalene

 

Diese Videoarbeit, die auf den Kerkennah-Inseln vor der Ostküste Tunesiens gedreht wurde, zeigt das poetische Eintauchen eines Jünglings ins Mittelmeer. Sein Körper steht im Dialog mit einer scheinbar ruhigen Wasserfläche. Doch der geschichtsbeladene Ort kehrt die Deutung des Werkes um: Seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Ben Ali 2011 hat sich die Inselgruppe, die nur 150 km westlich der traurig berühmten Insel Lampedusa liegt, in eine unheilvolle Stätte verwandelt, wo täglich zahlreiche Migranten verschwinden. Die Tinte des Tintenfisches, die für ihre verbergenden Eigenschaften bekannt ist, verwandelt dieses Video in eine wahre Allegorie des Verschwindens. Indem Zaalene den jungen Körper in der unendlichen Weite des Wassers zeigt, in der er sich zu verlieren droht, gibt sie «die unsichtbare Gegenwart der Migranten» zu erkennen.

 

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Flurina Badel und Jérémie Sarbach

 

Ein Daumen, ein Berg, eine Fahne, eine Banane. Ein Findling, ein Gletscher, eine Palme und Enzian. Als wahres audiovisuelles Lexikon ist De Novo Teil eines grossen gleichnamigen Projekts, welches das Schweizer Künstlerpaar Flurina Badel und Jérémie Sarbach in den letzten Jahren realisiert hat. Das Video, dessen Symbolik in einer Randregion wie dem Wallis ihre wahre Bedeutung entfaltet, befasst sich mit Globalisierung und Umweltproblemen, der technologischen Überlastung und der Quasi-Digitalisierung der Menschen in Form von Fingern, die typisch für das «digitale» Zeitalter sind.

 

Badel Sarbach 

 

pdfErläuterndes Blatt

 

Video Selection
Kunstmuseum Wallis, Au Quatrième
23. November 2018 - 28. April 2019

 

Geschichtsmuseum

Raum der Stelen

Permanent

Die Nekropole vom Petit-Chasseur mit ihren berühmten alpinen Grabstätten der Jungsteinzeit liefert ein ausserordentliches Zeugnis der europäischen Vorgeschichte.

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Geschichtsmuseum

RISK

Tauchen Sie in die von Naturgefahren geprägte Welt der Alpen ein. Vom 09. Juni bis 03. Februar 2019 bieten das Geschichtsmuseum und das Naturmuseum einen originellen und lebendigen Rundgang an, in dem sich realitätsgetreue und partizipative Elemente abwechseln.

 

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Naturmuseum

Eulenfalter im Licht im Naturmuseum

In der Eingangshalle des Naturmuseums kann die Ausstellung „Eulenfalter im Licht“ kostenlos besichtigt werden. Die anderen Räume sind noch in Arbeit. Sie werden 2019 wiedereröffnet und bieten den Besuchern einen verbesserten, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeigneten Rundgang.

Kunstmuseum

Manor-Kulturpreis Wallis 2019: Flurina Badel und Jérémie Sarbach

Der Manor-Kulturpreis Wallis wird in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Wallis zum sechsten Mal verliehen. Es handelt sich im Bereich der zeitgenössischen Kunst um eine der wichtigsten Verleihungen in der Schweiz. Das Künstlerpaar Flurina Badel und Jérémie Sarbach wird ausgezeichnet. Im Herbst 2019 wird das Kunstmuseum den Künstlern eine Ausstellung widmen. 

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  • Eulenfalter im Licht im Naturmuseum

  • Manor-Kulturpreis Wallis 2019: Flurina Badel und Jérémie Sarbach