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Referenzsammlungen

Das Kunstmuseum Wallis ist die Referenzinstitution für die künstlerische Produktion im Zusammenhang mit dem Kanton Wallis seit dem 18. Jahrhundert. Seine Sammlung umfasst rund 6 000 Werke (Gemälde, Skulpturen, Werke auf Papier, Fotografien, Videokunst usw.). Rund 150 ausgewählte Werke sind ständig in der Dauerausstellung zu sehen. Nach der Gründung des Museums 1947 entstand in wenigen Jahrzehnten, insbesondere dank grosszügiger Schenkungen von Sammlern, Künstlern und Stiftungen, eine bedeutende Sammlung. Zahlreiche Deposita von Körperschaften und Privatpersonen haben ausserdem den Bestand alter, moderner und zeitgenössischer Kunst ergänzt.

Ausgehend von einer Verankerung im Wallis präsentiert das Museum Themen und Künstler von internationaler Spannweite.

Bedeutende Thematiken für die Sammlungen

Beim Aufbau seiner Sammlungen setzt das Kunstmuseum drei Schwerpunkte: Die Landschaft, die Bilderwelt der Berge, die Künstler der Schule von Savièse sowie zeitgenössische Kunst im Zusammenhang mit seinen Sammlungsthematiken.

Die Darstellung der Landschaft und der Berge

Den Kern der Sammlung bilden Darstellungen der Landschaft und der Berge. Die Romantik nimmt hier einen bedeutenden Platz ein mit einer Alpenmalerei, in der das «Erhabene» vorherrscht.

 

 

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Caspar Wolf (1735–1783), Brücke und Dalaschlucht, flussabwärts gesehen, um 1774–77, Öl auf Leinwand, 82,5 x 54,2 cm, Kunstmuseum Wallis Sitten, Inv. BA 344, Ankauf 1950

 

Mehrere Werke thematisieren die Berge im weiteren Sinne: innerhalb eines bestimmten Rahmens sind gewisse Landschaften zuweilen vollständig vom Menschen geschaffen.

 

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Die Beziehungen des Körpers zur Umwelt

Damit eine Landschaft existieren kann, braucht es eine Begegnung zwischen der Natur und dem menschlichen Körper, zumindest in Form eines Blicks – dies bezeugen mehrere Werke der Sammlung.

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Körper, die in ihrer Umgebung dargestellt sind, verschmelzen zuweilen mit dem Landschaftshintergrund, als ob beide einer gemeinsamen natürlichen Quelle entspringen würden.

 

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Die Schule von Savièse und ihre Umsetzung des Art nouveau um 1900

Das Kunstmuseum verwahrt die vollständigste öffentliche Sammlung der Maler der Schule von Savièse (Biéler, Bille, Burnat-Provins, Dallèves, Vallet usw.). «Schule von Savièse» bezeichnet eine Künstlergruppierung um Ernest Biéler, die um 1900 das Wallis kolonisierte.

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La plupart de ces artistes s’attachent à la représentation du Valais comme d’un « paradis perdu » encore intouché par la technologie et le progrès.

 

 

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Der Art nouveau wurde unterschiedlich umgesetzt: in Werken auf Papier, Holzschnitten und originellen dekorativen Kompositionen.

 

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Die zeitgenössische Kunst

Das Kunstmuseum räumt der zeitgenössischen Kunst einen bevorzugten Platz ein. Den jüngsten Ankäufe unterschiedlicher Medien (Fotografie, Skulptur, Grafik, Video) liegen die bevorzugten Themen des Museums zu Grunde (der Körper in der Landschaft, die Bilderwelt der Berge, die ökologischen Besorgnisse des 21. Jahrhunderts, das Individuum in der Gesellschaft usw.).

 

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Die zeitgenössische Kunstszene im Zusammenhang mit dem Wallis ist durch bestätigte Künstler wie Valentin Carron, Maria Ceppi, Julian Charrière, Pierre Vadi oder Corinne Vionnet vertreten.

 

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Julian Charrière (*1987), We are all astronauts, 2014, Glas, Plexiglas, bemaltes Holz, Metall, Minerale, Pigmente, 243 bzw. 235 x 90 x 90 cm, Inv. BA 3335, 2014 vom Künstler gekauft

 

 

Das Museum verwahrt auch von der Sammlung unabhängige Werke, meist von international bekannten Künstlern, wie Roger Bissière, Alighiero e Boetti, Ferdinand Hodler, Germaine Richier, Hiroshi Sugimoto oder Claude Viallat.

 

Die wichtigen Künstler der Sammlungen

Die neue Accrochage führt den Besuchern aussergewöhnliche Werkegruppen vor Augen: Von Ende des 18. Jahrhunderts, mit Caspar Wolf, einem Pionnier der Alpenmalerei, führt sie zu Künstlern wie Raphael Ritz, Marguerite Burnat-Provins, Ernest Biéler, Edouard Vallet, Angel Duarte und Valentin Carron. Sie alle haben zur künstlerischen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Wallis beigetragen:

 

-    Im 19. Jahrhundert schilderte Raphael Ritz (1829–1894) eine ethnographische Sicht seines Heimatkantons und entsprach damit den Erwartungen seiner Kunden in Deutschland, die neue Motive wünschten.

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 -    Um 1900 gab Marguerite Burnat-Provins (1872–1952) der Schule von Savièse und ihrer Umsetzung des Art nouveau einen entscheidenen Anstoss.

 

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Marguerite Burnat-Provins, Selbstporträt mit dem Finger über dem Mund, o. D. [um 1900], Öl auf Leinwand, 46,5 x 55 cm, Kunstmuseum Wallis Sitten, Inv. BA 491, 1966 von der Familie der Künstlerin gekauft

 

-    Ernest Biéler (1963–1948) gilt als führender Künstler der Schule von Savièse. Er schilderte das Wallis als ein von Technologie und Fortschritt unversehrtes «verlorenes Paradies».

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-    Die Landschaften und ländlichen Szenen von Edouard Vallet (1876–1929) verherrlichen das Wallis als Hafen des Friedens in einem vom Krieg gebeutelten Kontinent.

 

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-    In den 1960-1970-erJahren belebte Angel Duarte (1930–2007) mit seiner überbordenden Tätigkeit und seinen Arbeiten im Bereich geometrische Abstraktion die Walliser Kunstszene.

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-    Für Valentin Carron (*1977), ein Künstler der für seine appropriationistischen Arbeiten international anerkannt ist, stellt das Wallis eine bedeutende Inspirationsquelle dar.

 

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Valentin Carron (*1977), Clair-Matin III, 2009, Polystyrol, Glasfaser, Acrylharz, Holz, Metall, Acryllack, 500 x 350 x 25 cm, Kunstmuseum Wallis Sitten, Inv. BA 3078, 2009 vom Künstler gekauft

 

Die folgenden Künstler sind in der aktuellen Accrochage vertreten: Marina Abramovic, Joëlle Allet, Cuno Amiet, René Auberjonois, Aimé Barraud, Alighiero Boetti, Elisabeth Biéler, Ernest Biéler, Ursula Biemann, Edmond Bille, Roger Bissière, Marguerite Burnat-Provins, Valentin Carron, Gustave Castan, Maria Ceppi, Gustave Cerutti, Julian Charrière, Albert Chavaz, Catherine Contour, Sylvain Croci-Torti, Raphy Dallèves, François Diday, Angel Duarte, Equipo 57, Olivier Estoppey, Vincent Fournier, Matthieu Gafsou, Yann Gross, Michel Grillet, Charles-Louis Guigon, Nelly Haliti, Ferdinand Hodler, Alain Jacquet, JocJonJosch, Oskar Kokoschka, Verena Loewensberg, Walter Niedermayr, Charles-Clos Olsommer, André Ramseyer, Germaine Richier, Lorenz Justin Ritz, Raphael Ritz, Studer/van den Berg, Hiroshi Sugimoto, Robert Tanner, Wolfgang-Adam Toepffer, Gottfried Tritten, Pierre Vadi, Edouard Vallet, Félix Vallotton, Marie Velardi, Claude Viallat, Corinne Vionnet, Not Vital, Caspar Wolf, Andrea Wolfensberger, Nadja Wüthrich, Guy Zahler, André-Paul Zeller, Mirza Zwissig usw.

 

Eingelagerte Sammlungen: Madgalena Abakanowicz, Leo Andenmatten, Emmanuelle Antille, Suzanne Auber, Omar Ba,Alice Bailly, Miquel Barcelo, Jean Bazaine, Jean-Daniel Berclaz de Sierre, Julius Bissier, Anne Blanchet, François Boson, Stéphane Brunner, Samuel Buri, Balthasar Burkhard, Jean-Marc Bustamante, Alexander Calder, Luciano Castelli, collectif_fact, Fernand Dubuis, Yan Duyvendak, Nicolas Faure, Franz Fedier, Thomas Flechtner, René Fumeron, Marie Gailland, André Gigon, Eric Hattan & Severin Kuhn, Jean-Claude Hesselbarth, Axel Hütte, Monique Jacot, Lenz Klotz, Charles-Frédéric Brun dit Le Déserteur, Jean Le Moal, Hans Loretan, Christiane Lovay, Alois Lichtsteiner, Jean Lurçat, Alfred Manessier, Henry Moore, Gérard de Palézieux, Eric Philippoz, Josée Pitteloud, Gilles Porret, Kotscha Reist, Charles Rollier, Thomas Ruff, Olivier Saudan, Pascal Seiler, Andres Serrano, Francine Simonin, Mathias Spescha, Annelise Štrba, Olga Titus, André Tommasini, Spencer Tunick, Raoul Ubac, Felice Varini, Hugo Weber, Ludwig Werlen, Pierre-Alain Zuber usw.

Ausserdem …

Das Kunstmuseum Wallis verwaltet ausserdem die Werke des kantonalen Fonds für zeitgenössische Kunst (FCAC) sowie die Gemäldesammlung des Château Mercier, die vor Ort in Siders in einer Dauerausstellung zu sehen ist.