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Ein erneuerter Chorraum für die Basilika

Date : 29.05.2017
Das Chorgewölbe der Basilika Das Chorgewölbe der Basilika © Kantonsmuseen, Sitten ; B. Dubuis und M. Martinez

Nach dem Dach und den Aussenfassaden geht die Renovierung im Innern der Basilika von Valeria weiter. Der Chorraum wird deshalb bis zum Juni 2019 für die Öffentlichkeit gesperrt bleiben. Dank Fenstern in den Bauabschrankungen können Interessierte die Verjüngungskur des wichtigsten Teils der Kirche beobachten.

Die Basilika von Valeria ist eine 1000 Jahre alte Wehrkirche, deren Baubeginn auf Ende des 11. Jahrhunderts datiert wird. Der Rohbau war Mitte des 13. Jahrhunderts beendet und ist vom Baustil her geprägt vom Übergang der Romanik zur Gotik. Das einzigartige Bauwerk besticht durch seine jahrhundertealten Anlagen und seine Ausstattung, wie zum Beispiel die reich verzierten Kapitelle der romanischen Periode oder die älteste noch spielbare Orgel der Welt aus dem 15. Jahrhundert. Im Bewusstsein des aussergewöhnlichen Wertes von Valeria engagieren sich der Bund, der Kanton Wallis, die Stadt Sitten und das Domkapitel von Sitten als Eigentümer des Ortes seit 30 Jahren für die Erhaltung und Restaurierung dieser befestigten Burganlage.

Die architektonische Einheit und die Originaldekoration wiederfinden

Nach der Sanierung der Dächer (1987-1991) und der Fassaden (1992-2016) gehen die Arbeiten im Innern der Kirche weiter (2017-2022). Ziel ist es, das mittelalterliche Trompe-l’oeil-Mauerwerk ans Licht zu bringen, welches direkt auf die Mauer oder auf vorgetäuschtem Putz aufgebracht war und ursprünglich das gesamte Innere der Basilika charakterisierte. Diese Bemalung ist heute kaum noch sichtbar, ist sie doch während Verschönerungskampagnen des 15. Jahrhunderts unter Wandmalereien verschwunden oder, an einigen Stellen, zur Barockzeit weiss übertüncht worden. Auch während der ersten grossen Restaurationskampagne von Valeria, um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert, hat man sich für eine „archäologische“ Sichtweise entschieden, sich mit den realen Mauerfugen befasst und die dekorativen Elemente aus dem Mittelalter erst in zweiter Linie berücksichtigt.

Um die ursprüngliche Bemalung wieder ans Licht zu bringen, braucht es zwei Arbeitsgänge: Die aufgemalten Mauerfugen, welche über die Jahrhunderte zu stark nachgedunkelt sind, sollen in der Farbe der Steine eingefärbt werden, danach werden die Lücken des mittelalterlichen Dekorums vorsichtig gefüllt (ohne sie zu verändern), damit sie optisch wieder in den Vordergrund rücken.

Zum Schluss dieser Konservierung und Restaurierung, im Jahre 2022, werden die Besucherinnen und Besucher die mächtige architektonische und dekorative Einheit dieser mittelalterlichen Kirche wieder spüren, so wie die gotischen Meister sie entworfen haben.

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Die reichverzierten Kapitelle aus der Romanik

© Kantonsmuseen, Sitten ;B. Dubuis und M. Martinez

Zuerst der Chorraum, danach das Kirchenschiff

Während der ersten Bauetappe, von Juni 2017 bis Juni 2019, werden nur das Hauptschiff und die Seitenschiffe zugänglich sein. Dank Öffnungen in den Bauabschrankungen können die Arbeiten im Chor jedoch beobachtet werden. Während der zweiten Bauetappe, vom Herbst 2019 bis Frühjahr 2022, wird der Chor wieder zugänglich sei. Die Baustelle verlegt sich dann ins Hauptschiff und in die Seitenschiffe.

pdfEtappen und Arbeitskalender 2017-2019

pdfEtappen und Arbeitskalender 2019-2022

Während der ganzen Bauphase werden die Guides auf die Restaurierung des Gebäudes eingehen und den Zugang zum Domschatz gewährleisten.

Führungen durch die Basilika und die Baustelle


Geführte Besichtigung des Domschatzes der Basilika :
Ab dem 1. Juni 2017: von Montag bis Samstag um 11, 12, 14 und 16 Uhr; am Sonntag um 14 und 16 Uhr.
Ab dem 1. Oktober 2017 : von Dienstag bis Samstag, Führungen um 10 Uhr 30, 12, und 14 Uhr; am Sonntag um 12, 14 und 15 Uhr 30.

Ein Programm mit Baustellenführungen ist in Bearbeitung.