Warenkorb Home
Facebook
Français

Eine Numismatik-Studie ausgezeichnet

Date : 08.04.2018

Die 400 Jahre alte Geldbörse des "Söldners" vom Theodul-Pass wurde in einer Gletscherspalte gefunden. Durch diesen Fund konnte 2014 der 11. Band des Geschichtsmuseum in Zusammenarbeit mit dem Inventar der Schweizer Münzenfunde erstellt werden. Für die Publikation erhielten die Autoren José Diaz Tarbernero und Luca Gianazza, das Geschichtsmuseum und das Inventar der Fundmünzen der Schweiz die "Emilio Tevere Auszeichnung.

Die Grundlagenforschung der Museen wird oft kaum wahrgenommen. Sie ist jedoch wesentlich, da sie den Wissensstand über unser Kulturgut erneuert und folglich die Wahrnehmung derKulturgüter auffrischt. Eine Anerkennung dieser Tätigkeit hinter den Kulissen ist immer eine Aufwertung. Als das Geschichtsmuseum die Publikation über den «Söldner» vom Theodulpass veröffentlichte, der um 1600 auf dem Weg zum Pass in eine Gletscherspalte fiel und rund 400 Jahre später vom Gletscher wieder freigegeben wurde, schienen auch die rund 184 Münzen in seinem Geldbeutel eine spezifische Forschungsarbeit zu verdienen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Inventar der Schweizer Münzenfunde ermöglichte 2014 die Publikation von Band 11 der Reihe des Geschichtsmuseums, der sich dieser Gruppe widmet, die in Bezug auf den Umlauf von Münzen aus Norditalien besonders repräsentativ ist. Die Publikation erhielt Ende 2017 die Emilio-Tevere-Auszeichnung, die vom Verband professioneller Münzsammler Italiens an numismatische Publikationen von Qualität vergeben wird, im vorliegenden Fall insbesondere als Anerkennung für die bedeutende Kontextualisierungsarbeit, die über das blosse numismatische Interesse der Münzen hinausgeht.